Carphunting im Altarm

Von Ralf Hoffbuhr und Michael Steenhoff

AltarmNach langer Zeit konnten Steeni und ich wieder zusammen fischen gehen. Die Session sollte von Freitag
bis Sonntag am Altarm stattfinden. Dieses Gewässer gilt als besonders schwierig in unserer Szene.

Wir trafen uns am Freitagmorgen bei Steeni und frühstückten erst einmal kräftig. Nach dem leckeren Essen machten wir uns auf dem Weg zu diesem schönen Gewässer. Als wir dort ankamen bekamen wir den ersten großen Schrecken.



Das ganze Gewässer war ziemlich stark verkrautet. Wir entschieden uns aber trotzdem dort zu fischen. Gott sei Dank hatten wir unsere Banane (Faltboot) mitgenommen. Ohne dieses Boot hätten wir auch so gut wie keine Chance gehabt die Montagen sauberst auf ihren Plätzen zu kriegen.

Als wir unser Camp aufgebaut hatten, und uns es gerade gemütlich gemacht hatten, fing es stark zu regnen an. Nach dem Regen fingen wir an unsere Montagen mit dem Boot rauszufahren. Die Köder legten wir in die Seerosenfelder und vor dem Kraut ab. Pro Rute wurden 2 kg Pellets und 2kg Boilies gefüttert. Als ich die letzte Rute rausbrachte fing es wieder stark zu Regnen an. Wurde natürlich wieder bis auf die Unterhose nass, naja ist ja meistens immer so.

AltarmAm Abend wurde der Grill angeschmissen und es konnte nun der gemütliche Teil beginnen.
Kurz vor der Dämmerung bekam ich die ersten Piepser, nach kurzem Drill konnte ich eine dicke schleimige Brasse vom Haken lösen. Das  Gelächter von Stenni war auch im ganzen Wald nicht zu überhören. Die Rute wurde wieder fertig gemacht und auf ihrem Platz befördert. Am späten Abend rief mich mein Bruder (Mathias) an und teilte uns mit das er am nächsten Tag sich zu uns gesellen möchte. Wir verabredeten uns dann für den nächsten Tag bei uns am Camp.

Die Nacht brach langsam an,und wir unterhielten uns noch lange bevor wir uns schlafen legten. In dieser Nacht blieben unsere Bissanzeiger leider stumm. Am frühen Morgen bekam ich wieder zaghafte Piepser. Was soll ich sagen: Wieder eine Brasse, und diesmal hatte Steeni sogar Tränen in den Augen beim lachen.

AltarmGegen Mittag kam mein Bruder. Wir haben uns sehr gewundert das er so viel Bier und Weinbrandt mithatte. Er sagte nur zu uns: Das wir heute hier richtig ein auf den Putz hauen, ich habe nähmlich endlich den Meisterbrief in der Tasche.
Nach der Gratulation bekam er von uns auch eine ordentliche Bierdusche. Nach dieser Prozedur wurden unsere Ruten neu beködert und auf ihren Plätzen gebracht. Mein Bruder angelte mit 2 Ruten auf Karpfen und eine auf Aal.

AltarmAm frühen Abend bekam Mathias die ersten Pieper auf der Karpfenrute. Wieder eine Brasse. Stenni sagte nur muss wohl an der Familie liegen das ihr so viele Brassen fangt. Das Gelächter war natürlich wieder sehr riesig. Der Abend brach langsam herrein und wir feierten noch sehr lange auf den Meisterbrief von Mathias bevor wir uns schlafen legten.

Um 3.30 wurden wir vom Dauerton der Aalrute unsanft geweckt. Mathias konnte einen schönen Aal sein nennen, genau das richtige für die Räuchertonne. Und um halb sieben Morgens bekam Steeni den ersehnten Dauerton seines Bissanzeigers.

Nach heftigen Fluchtversuchen des Fisches konnten wir ihn sicher landen. Ein massiver bulliger Spiegelkarpfen lag da vor uns. Ein Urschrei hallte nur noch durch den Wald von Steeni. Nach der Fotosession wurde der Fisch wieder behutsam in sein Element zurückgesetzt. Bevor wir uns auf dem Heimweg machten frühstückten wir noch gemeinsam.

Fazit dieser Session: Sehr viel Spaß gehabt und Tränen gelacht. Und jeder hat was gefangen, und ich war mal wieder der Brassenkönig.
 
Ralf, Steeni & Mathias

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